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Erfahrungsbericht Wer ist «Bruder Arsch»? 48 Schweizer entdecken 2008 den «Grünen Himmel». Wo ist der Bremspunkt, wo der Einlenkpunkt, wie die Ideallinie und wo
kann ich wieder angasen? Kein Mensch weiss genau, wie er Motorrad
fährt, er tut’s einfach. Motorrad fahren ist ein erlerntes Programm,
ähnlich wie gehen oder aus einer Tasse trinken. Alles geschieht automatisch – im Unterbewusstsein.
Besser mit «Bruder Arsch» Franz von Assisi nannte diesen Teil von sich «Bruder Arsch». Nur
«Bruder Arsch» ist in der Lage, das Motorrad als Teil des Piloten zu
integrieren. Nur mit «Bruder Arsch» fährt man auch im Alltag sicher.
Der menschliche Faktor und damit das Popometer will jedoch regelmässig
trainiert werden: Nicht mit den Zähnen bremsen! Weit vorausschauen …
Spät einlenken … Kopf aus der Schräglage …
Seine eigenen Fehler zu verteufeln ist eine Katastrophe. Denn die
Anzahl der richtigen Lösungen ist sehr beschränkt. Falsche dagegen gibt
es unendlich viele. Auch beim Motorradfahren. Insofern muss man froh
sein, dass einem Fehler Signale geben, wo man sich verbessern kann. Das
macht man am besten ohne andere Verkehrsteilnehmer um sich herum. Und
auf der Nordschleife ist das ein höchst effizienter Genuss ohnegleichen.
Die 48 im «Grünen Himmel» Martin Luchsinger: «Nach zahlreichen Perfektionstrainings mit TÖFF auf
der Nordschleife habe ich mich dieses Jahr entschlossen, ein
Individualtraining zu buchen. Mein persönlicher Instruktor (ein
ehemaliger Renn- und Sportchef von BMW und Paris-Dakar-Teilnehmer)
liess mich befürchten, dass ich es jetzt mit einem Renntraining zu tun
bekomme!
Weit gefehlt. Mein Instruktor erwies sich als ausserordentlich
professionell und geduldig und ging vollumfänglich auf meine
Bedürfnisse ein. Bereits nach zwei Runden an meinem Hinterrad
definierte er meine Schwächen exakt und gab auch unser gemeinsames Ziel
dieses Trainings bekannt: Regen ist nicht mein Element. Aber als wir um
17 Uhr die Piste verliessen, hatte ich einige recht flotte Regenrunden
hinter mir, die ich noch nie zuvor so sicher und völlig angstfrei
bewältigt hatte, da mir die Grenzen des Machbaren aufgezeigt wurden. Es
ist kaum zu glauben, aber es hat sogar richtig Spass gemacht!
Auch im Trockenen sicherer und schneller zu werden, ohne je ans Limit
zu gehen, ist schlicht sensationell! Die gelernte Fahrtechnik und die
Anweisungen des Instruktors zum richtigen Bremsen vor Kurven hat mein
Fahrgefühl deutlich verfeinert. Dies konnte ich letzte Woche auf einer
Tour in den Schwarzwald feststellen. Ich habe mein gesetztes Lernziel
mehr als erreicht und habe bei diesem Perfektionstraining mehr
mitbekommen als bei vielen ähnlichen Veranstaltungen zuvor.»
Urs Zaugg, Präsident des GTS/FJR Clubs Suisse: «Es war organisatorisch
alles bestens aufgegleist. Die Einführung war gut, das Timing stimmte,
und das Abendessen war psychologisch zum Kennenlernen gut angelegt. Das
Hotel liess keine Wünsche offen. Ein spezielles Lob den Instruktoren:
Wir waren auf vier Gruppen verteilt, und alle Teilnehmer waren sehr
zufrieden. Die Instruktoren können nicht nur Töff fahren, sondern sind
auch psychologisch und vor allem pädagogisch super! Die Teilnehmer des
Yamaha GTS/FJR-Clubs Suisse sind sich einig: Ein super Kurs, mit sehr
guten Instruktoren und Betreuern – und der Preis stimmt.»
Marcel Vogler: «Als bekennender Tourenfahrer habe ich mir Gedanken
gemacht, ob ich mir das wirklich antun will – mit Sportfahrern eine
Rundstrecke zu befahren. Die Antwort? Es war super, unter fachkundiger
Anleitung und ohne (Renn-)Stress eine der anspruchsvollsten Strecken
der Welt zu befahren. Der Nutzen immens. Denn der Nürburgring ist mit
normalen Strassen vergleichbar. Die Nordschleife fordert viel und gibt
viel zurück. Erwähnenswert sind die beiden Theorieabende: Die Referenten Helmut
Dähne und Doc Scholl verstanden es, die Teilnehmer in ihren Bann zu
ziehen. Der Sportarzt hat bei mir in Bezug auf die richtige
Töff-Bekleidung die Augen geöffnet.»
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