TÖFF action team

Swiss Perfektionstraining

18.03.2010 11:20:34

Das sportliche Sicherheitstraining auf der Nürburgring-Nordschleife.

Möchten Sie erfahren, was den Reiz der weltberühmten Nordschleife ausmacht? Die Landstrasse ohne Speed-Limit ist die fahrerische und technische Herausforderung, die weltweit ihresgleichen sucht. 72 Kurvenkombinationen, 300 Meter Höhenunterschied, bis zu 17 Prozent Steigung und 11 Prozent Gefälle. Die «Isle of Man der Eifel» führt durch ein ausgedehntes Gebiet mit Bergen und Tälern, Wälder und Wiesen und manchmal sogar durch verschiedene Wetterzonen. In der grünen Hölle muss man sich deshalb mit Strassenverhältnissen wie im Alltag auseinandersetzen. nur eben ohne Tempolimit und Gegenverkehr. Deshalb ist sie auch für Leute geeignet, die mit Rennsport nichts am Hut haben. Beim Swiss Perfektionstraining können dank der Gruppeneinteilung und wegen der über 20 Kilometer Streckenlänge Racer und Tourer gefahrlos eigene Grenzen ertasten, ohne einander zu stören. Alles unter fachlicher Anleitung hochkarätiger Instruktoren.

Urs Zaugg, Präsident des GTS/FJR Clubs Suisse:
«Ein aktiver Beitrag zur Sicherheit im Strassenverkehr, bei dem der Spass grenzenlos ist. Die Teilnehmer des Yamaha GTS/FJR-Clubs Suisse sind sich einig. Ein Superkurs, und der Preis stimmt.»

Preis/Termin
Fahrer: Fr. 1550.–, EZ-Zuschlag: Fr. 200.–
Termin: 10.08. – 13.08.2010
Leistungen: 3 Übernachtungen im DZ im Dorinth-Novotel. Nürburgring-Nordschleife, Betreuung durch erfahrene Instruktoren, flankierende Referate.
Nicht eingeschlossen: Benzin, Verpflegung, Getränke.

Trainingsprofil
Strecke: Nordschleife, ca. 20-km-Rundkurs mit 72 Kurvenpassagen
Fahrkönnen: Für Fahranfänger und Wiedereinsteiger nicht geeignet
Gruppengrösse: ca. 8 Teilnehmer pro Instruktor.
Ausrüstung: Eigenes Motorrad in verkehrssicherem Zustand.
Motorradschutzkleidung, die ihren Namen auch verdient.

 

Erfahrungsbericht
Wer ist «Bruder Arsch»? 48 Schweizer entdecken 2008 den «Grünen Himmel».

Wo ist der Bremspunkt, wo der Einlenkpunkt, wie die Ideallinie und wo kann ich wieder angasen? Kein Mensch weiss genau, wie er Motorrad fährt, er tut’s einfach. Motorrad fahren ist ein erlerntes Programm, ähnlich wie gehen oder aus
einer Tasse trinken. Alles geschieht automatisch – im Unterbewusstsein.

Besser mit «Bruder Arsch»
Franz von Assisi nannte diesen Teil von sich «Bruder Arsch». Nur «Bruder Arsch» ist in der Lage, das Motorrad als Teil des Piloten zu integrieren. Nur mit «Bruder Arsch» fährt man auch im Alltag sicher. Der menschliche Faktor und damit das Popometer will jedoch regelmässig trainiert werden: Nicht mit den Zähnen bremsen!  Weit vorausschauen … Spät einlenken … Kopf aus der Schräglage …

Seine eigenen Fehler zu verteufeln ist eine Katastrophe. Denn die Anzahl der richtigen Lösungen ist sehr beschränkt. Falsche dagegen gibt es unendlich viele. Auch beim Motorradfahren. Insofern muss man froh sein, dass einem Fehler Signale geben, wo man sich verbessern kann. Das macht man am besten ohne andere Verkehrsteilnehmer um sich herum. Und auf der Nordschleife ist das ein höchst effizienter Genuss ohnegleichen.

Die 48 im «Grünen Himmel»
Martin Luchsinger: «Nach zahlreichen Perfektionstrainings mit TÖFF auf der Nordschleife habe ich mich dieses Jahr entschlossen, ein Individualtraining zu buchen. Mein persönlicher Instruktor (ein ehemaliger Renn- und Sportchef von BMW und Paris-Dakar-Teilnehmer) liess mich befürchten, dass ich es jetzt mit einem Renntraining zu tun bekomme!

Weit gefehlt. Mein Instruktor erwies sich als ausserordentlich professionell und geduldig und ging vollumfänglich auf meine Bedürfnisse ein. Bereits nach zwei Runden an meinem Hinterrad definierte er meine Schwächen exakt und gab auch unser gemeinsames Ziel dieses Trainings bekannt: Regen ist nicht mein Element. Aber als wir um 17 Uhr die Piste verliessen, hatte ich einige recht flotte Regenrunden hinter mir, die ich noch nie zuvor so sicher und völlig angstfrei bewältigt hatte, da mir die Grenzen des Machbaren aufgezeigt wurden. Es ist kaum zu glauben, aber es hat sogar richtig Spass gemacht!

Auch im Trockenen sicherer und schneller zu werden, ohne je ans Limit zu gehen, ist schlicht sensationell! Die gelernte Fahrtechnik und die Anweisungen des Instruktors zum richtigen Bremsen vor Kurven hat mein Fahrgefühl deutlich verfeinert. Dies konnte ich letzte Woche auf einer Tour in den Schwarzwald feststellen. Ich habe mein gesetztes Lernziel mehr als erreicht und habe bei diesem Perfektionstraining mehr mitbekommen als bei vielen ähnlichen Veranstaltungen zuvor.»

Urs Zaugg, Präsident des GTS/FJR Clubs Suisse: «Es war organisatorisch alles bestens aufgegleist. Die Einführung war gut, das Timing stimmte, und das Abendessen war psychologisch zum Kennenlernen gut angelegt. Das Hotel liess keine Wünsche offen. Ein spezielles Lob den Instruktoren: Wir waren auf vier Gruppen verteilt, und alle Teilnehmer waren sehr zufrieden. Die Instruktoren können nicht nur Töff fahren, sondern sind auch psychologisch und vor allem pädagogisch super! Die Teilnehmer des Yamaha GTS/FJR-Clubs Suisse sind sich einig: Ein super Kurs, mit sehr guten Instruktoren und Betreuern – und der Preis stimmt.»

Marcel Vogler: «Als bekennender Tourenfahrer habe ich mir Gedanken gemacht, ob ich mir das wirklich antun will – mit Sportfahrern eine Rundstrecke zu befahren. Die Antwort? Es war super, unter fachkundiger Anleitung und ohne (Renn-)Stress eine der anspruchsvollsten Strecken der Welt zu befahren. Der Nutzen immens. Denn der Nürburgring ist mit normalen Strassen vergleichbar. Die Nordschleife fordert viel und gibt viel zurück.
Erwähnenswert sind die beiden Theorieabende: Die Referenten Helmut Dähne und Doc Scholl verstanden es, die Teilnehmer in ihren Bann zu ziehen. Der Sportarzt hat bei mir in Bezug auf die richtige Töff-Bekleidung die Augen geöffnet.»

 

48 TÖFF-Leser im grünen Himmel 48 TÖFF-Leser im grünen Himmel © Melanie Koch
Engagierte CH-Fahrlehrer sind begeistert: Instruktor Max Riedo mit seinen Schäfchen Engagierte CH-Fahrlehrer sind begeistert: Instruktor Max Riedo mit seinen Schäfchen © Melanie Koch