YCC-I: Einspritzbatterie mit variablen Ansaugtrichtern.
YCC-I: Einspritzbatterie mit variablen Ansaugtrichtern. © Yamaha

Expertenforum

Ansaugtrichter

Von Daniele Carrozza
28.04.2008 14:29:52
Hallo TÖFF! Ich habe gehört, dass die neue Yamaha R6 variable Ansaugtrichter hat. Was bringt das? Andy Schmid, Zürich.

Ciao Andy,

Die 2008er-R6 verfügt (wie übrigens die R1) tatsächlich über variable Ansaugtrichter. Yamaha nennt das System "YCC-I" (Yamaha Chip-Controlled Intake).

Die vier Ansaugtrichter der Einspritzanlage bestehen hier aus jeweils einem unteren, fest mit der Einspritzbatterie verschraubten und einem oberen, etwas längeren Kunststofftrichter. Letzterer kann über einen elektrisch betätigten Stellmotor vom unteren Ansaugstück abgehoben werden. In Beschleunigungsphasen bilden die beiden Teile eine Einheit und damit einen langen Schlund, der Schwingungen in der Luftsäule unterbindet und damit optimale Bedingungen für Drehmoment schafft.

Wenn dagegen Top-End-Power gefragt ist, zählt nur noch eins: Die Luft muss so schnell wie möglich einströmen können, und dies geschieht am besten durch einen möglichst kurzen Ansaugschlund. Aus diesem Grund wird das obere Ansaugstück unter Berücksichtigung der Parameter Drehzahl und Drosselklappenstellung bei rund 13700/min in 0,3 Sekunden vom unteren abgetrennt - die Luft strömt direkt über den unteren, kurzen Schlund in den Motor.

D. Carrozza, Redaktion TÖFF-Online