Fahrprüfung

Hubraum spielt keine Rolle

Von Dimitri Hüppi
04.09.2017 14:11:44

Seit dem 8. Juni spielt der Hubraum des Motorrads keine Rolle mehr beim absolvieren der Fahrprüfung.

Nun dürfen für die praktische Führerprüfung alle Töff verwendet werden, welche die Leistungsober- bzw. untergrenzen einhalten. Für die Kategorie «A beschränkt» also Bikes, die mehr als 11 kW (15 PS) und max. 35 kW (48 PS) leisten, und für die Kategorie «A» Fahrzeuge, die 35 kW oder mehr leisten. Die bisher geltende Regelung, Prüfungsfahrzeuge für die Kat. «A beschränkt» müssen zugleich einen Hubraum von mindestens 400 ccm und solche für die Kat. «A» einen Mindesthubraum von 600 ccm aufweisen, wurde nun aufgehoben. Das Bundesamt teilt dazu mit: «Motorräder (…) mit weniger als 400 ccm bzw. 600 ccm eignen sich besonders gut für Fahr­einsteiger (…). Sie sind weniger schwer und somit leichter zu fahren als die grösseren Modelle. Die Praxis zeigt, dass Motorradfahrende die praktische Prüfung auf dem Motorrad ablegen wollen, mit dem sie fahren lernten. Der Mindesthubraum für Prüfungsfahrzeuge soll nicht dazu führen, dass sich Fahranfänger (…) wegen den Prüfungsvorschriften ein grösseres Motorrad kaufen, obwohl sie sich auf einem Modell mit kleinerem Hubraum sicherer fühlten.» Die neue Regelung entspricht einer grossen Verbesserung für Prüflinge, da diese nun also auf ihrem vertrauten Töff die Prüfung ablegen dürfen. Nicht «prüfungstauglich» waren bisher z.B.: KTM 390 Duke (44 PS, 373 ccm), Kawasaki Z300 (39 PS, 296 ccm), Yamaha MT-03 (42 PS, 321 ccm), BMW G 310 R (34 PS, 313 ccm; im Bild).