| Ein kleines Design-Kunstwerk. |
Ducati Monster 696
Wirbelwind
Ducati Monster – eine Erfolgsgeschichte sondergleichen. Das 1993
lancierte Italo-Naked-Bike war mit seinem Design seiner Zeit weiter
voraus, als man sich das in Bologna jemals hätte träumen lassen. 15
Jahre lang rollte die inzwischen mit reichlich Kultstatus geschwängerte
Monster in allen erdenklichen Modellvarianten aus den Werkshallen von
Borgo Panigale. Und: Bis heute ist jede zweite verkaufte Ducati eine
Monster.
Clevere Lösungen
Nun heisst das Sprichwort
«never chang a running system». Die Monster hätte sich bestimmt auch
weiter gut verkauft. Doch das Nake-Segment ist hart umkämpft. Etwas
Neues musste her. Etwas komplett Neues – die Monster 696.
Obschon einem an der neuen Monster gewisse Grundlinien vertraut
vorkommen, wurde jedes Teil neu gezeichnet. Besonders clever: der Tank.
Oder das, was so aussieht. Denn im vorderen Teil sitzt die Airbox.
Daher auch die seitlichen Lufteinlässe. Diese sind übrigens so
platziert, dass sich der Lenker weiter einschlagen lässt als bisher.
Der Wendekreis ist denn auch kleiner als auch schon. Der eigentliche
Tank befindet sich hinter der Airbox und reicht bis unter den Sitz, der
jetzt schmaler und weicher gepolstert ist.
Desmo-Herz: 80-PS-V2
Mit
der 696 kommt Ducati erstmals vom Stahlgitterrohrrahmen weg. Das
Verbundrahmen-Konzept ist zwar nicht neu (MV Agusta, Aprilia), doch die
Gewichtsvorteile lassen sich nicht von der Hand weisen. Ferner sind die
schön geschwungenen Alu-Druckgussteile auch etwas fürs Auge. Ebenfalls
aus Alu ist die Zweiarmschwinge gefertigt. Damit ist die 696 sieben
Kilo leichter als die 695 und sieben PS stärker. Beim 90-Grad-V2 mit –
nomen est omen – 696 ccm Hubraum und zwei Ventilen pro Brennraum blieb
so weit alles beim Alten. Mit den neuen Zylinderköpfen, optimierten
Brennräumen und Kühlrippen leistet der V2 jetzt 80 statt 73 PS. Neu
auch die Auspuffanlage, deren Krümmer nicht mehr unter sondern neben
dem Motor verlaufen.
Der kleine Desmo-Twin braucht 2000/min,
um die 696 zügig und ohne die Kette zu malträtieren in Gang zu setzen.
Drosselklappen auf «Go», und schon drückt der V2 mit reichlich Dampf
ab. Derweil die sechs Gänge zackig über das unauffällig seinen Job
verrichtende Getriebe geschaltet werden, schnellt die Balken-Anzeige
des Digital-Tacho an der 6000er-Marke vorbei. Jetzt macht der kleine
Wirbelwind Ernst, lässt bis 9000/min mit Elan sein durchtrainierten
Muskeln wallten.
Passt überall
Die wichtigsten Vorzüge
der Monster, nämlich Agilität, bestechende Kontrolle sowie eine
unbeschwerte Sitzhaltung wurden erfolgreich in die neue M-Generation
überführt. Mit ihren gut beherrschbaren 80 PS und der leicht zu
bedienenden Kupplung ist die 696 die perfekte Partnerin für Stadt,
Agglomeration, Land und Alpen. Was die Optik betrifft, so mache sich
jeder selbst sein Bild.







