Noch ein Tag

Albanien

Von Michael Kutschke
09.02.2017 16:26:04

Albanien ist eines der letzten Offroad-Paradiese Europas. Beste Bedingungen also für jede Menge Abenteuer mit der neuen Honda Africa Twin.

Wildnis, soweit das Auge reicht. Heiss ist es und anstrengend. Es ist unser letzter Reisetag. Wir kämpfen uns zu zweit auf der neuen Honda Africa Twin durch den Theth Nationalpark im Hinterland der nordalbanischen Stadt Shkodër. Die Landschaft wird schroffer, die Berge höher. Die höchsten Gipfel der albanischen Alpen erreichen hier knapp 2700 Meter und sind doch kaum bekannt...

Vier Stunden Fahrzeit für 80 Kilometer? Kein Problem in Albanien! Die unwegsame Gebirgspiste SH21 von Koplik über Theth und Kir nach Shkodër führt durch eine der wildesten Bergwelten Europas. Und fordert Töff und Besatzung alles ab. Jeder Zentimeter Bodenfreiheit und Federweg ist hier Gold wert. Aber auch die Asphaltstrassen sind eine Herausforderung. Gabi meint, albanische Verkehrswege hätten die höchste Schlaglochdichte Europas. Ich meine: "Beste Bedingungen also, der neuen Honda unter realen Reisebedingungen das letzte abzuverlangen" (s. Kasten).

"Bong"... Steinbrocken malträtieren das Motorschutzblech, zumal wir sitzend im Zweipersonenbetrieb loses Geröll, Felsabsätze und Wasserdurchfahrten zu bewältigen haben. Enge Kehren kombiniert mit Steilanstiegen und grobem Schotter erschweren das Vorankommen zusätzlich. Nicht weiter verwunderlich: Die SH21 ist als "Dangerous Road" klassifiziert. Gut, dass wir ein pistentaugliches Motorrad mit grob profilierten Pneus und Fahrpraxis auf losem Terrain vorweisen können.

Auf der brandneu geteerten Nordanfahrt sind wir zunächst unerwartet fix bis zum Thora-Pass vorgestossen. Fast zwei Stunden dauert die knapp 70 Kilometer lange Anfahrt von Shkodër bis Theth aber dennoch. Man muss einfach immer anhalten und die wilde Schönheit dieser Landschaft auf sich wirken lassen.

Am ersten Tag

Welcome to Albania – was für ein Kontrast: Bereits eine Stunde, nachdem unsere moderne Mittelmeerfähre in der griechischen Hafenstadt Igoumenitsa angelegt hat, folgt eine Fahrt mit einer betagten Seilzugfähre. Die bringt uns zum UNESCO-Weltkulturerbe Butrint – ein Troja in Kleinformat südlich der Stadt Sarandë gelegen – ein Zeugnis mediterraner Geschichte. Jede Epoche hat hier Spuren hinterlassen: Ruinen aus griechisch-römischer, venezianischer und osmanischer Zeit.

Nur 20 Kilometer weiter wartet das quirlige Jetzt im Badeort Sarandë, der Partyhochburg des albanischen Tourismus. In der türkisfarbenen Bucht mit Blick auf die Insel Korfu geht der Punk ab. Die Uferpromenade mutiert jeden Abend zum Laufsteg (was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen können: Das ist in Albanien in jeder Stadt so). Am Ende des Tages wird flaniert, geschnattert und gefeiert. Alle Läden sind bis tief in die Nacht geöffnet, die Restaurants und Cafés bis auf den letzten Platz belegt. Die mediterrane Lebensfreude beherrscht den Alltag – und das, obwohl dieses Land als das Armenhaus Europas gilt und eine bewegte Geschichte hat.

Wilde Pisten und wilde Zeiten

Abgerutschtes Geröll reisst mich aus den Gedanken. Bis dato sind wir sturzfrei durchgekommen. Also jetzt nur keinen Fahrfehler machen. Es wird eng zwischen Felswand und dem einige hundert Meter tiefen Abgrund. Die schwindelerregenden Ausblicke auf Berge, Täler und uralte Einsiedlerhöfe rauben uns den Atem. Doch solche Abgründe haben uns auch andernorts begeistert. Zum Beispiel auf der SH71, welche von Maliq nach Gramsh führt, oder auf der alten Pistenroute SH31 von Peshkopi nach Kukës am Fluss Drin entlang.

Eine gute Vorbereitung auf die schwierigeren Schotterpassagen der Theth-Runde war für uns die Strecke von Berat über Corova und die Osum-Schlucht nach Permët. Der Osum-Canyon kann übrigens mit Recht als einer der spektakulärsten Europas bezeichnet werden.

Im hinteren Teil der Schlucht wartet ein unbekannter Schotterpass mit grandiosen Bergpanoramen. Auch hier sind es die Gegensätze, die das Land ausmachen: Die Stadt Berat am Einstieg zum Schotterabenteuer wiederum ist ein populärer Besuchermagnet, UNESCOWeltkulturerbe und eine der schönsten und ältesten Ansiedlungen Albaniens.

Berats historischer Kern ist von der Modernisierungswut der Kommunisten verschont geblieben. 1961 erklärte sie der damalige Diktator Enver Hoxha zur Museumsstadt. Albanien war für nahezu ein halbes Jahrhundert von einer stalinistischen Bürokratie beherrscht. Die regierende kommunistische Partei unter Enver Hoxha hielt sich bis 1990 durch Terror an der Macht. Auf ein Kruzifix im Haus stand z.B. die sofortige Erschiessung, auch private Autos waren nicht erlaubt. Fast jeder Albaner kennt jemanden, der damals inhaftiert oder verschleppt wurde. Der paranoide Hoxha befahl die Verbunkerung des Landes. Geschätzte 600 000 Einmann-Bunker liess er errichten.

Von Theth ins Kir-Tal

Langsam wird uns mulmig, die Piste wird immer schwieriger. Aber die Landschaft entschädigt für alles. Die Bergrücken fallen hier bis zu 1000 Meter in die Täler, manchmal senkrecht oder gar überhängend. Dazu können wir den würzigen Duft der Kiefern und Pinien aufsaugen. Eben noch bewunderten wir das türkisfarbene Wasser aus der Vogelperspektive und schon führt uns eine unerwartet schwierige Passage in steilen Serpentinen erst auf einen Pass und dann ins Kir-Tal hinab.

Doch es sind nicht nur die Anstrengungen auf Pistenetappen, die unsere Tour ausmachen. Gleich zu Beginn der Reise gönnen wir uns zwei luxuriöse Tage auf der faulen Haut in Sarandë, entspannen an einem Traumstrand im glasklaren Nass der albanischen Adria und erkunden den Bektashi-Tempel (s. Kasten).

Von hier aus lassen wir erstmals den Blick über eine albanische Stadt schweifen. Und da ist er schon, der albanische Antagonismus: Mitten in der Innenstadt Sarandës stehen Bauruinen, wir bemerken verlassene Gebäude, menschenleere Baustellen. Unmengen von Kabeln für Strom und Telefon hängen kreuz und quer über den Gassen. Plattenbauten atmen noch den Mief des Kommunismus. Mietskasernen aus den Sechzigerjahren stehen davor.

Heruntergekommene Häuser gibt es in Albanien in allen Grössen und Zuständen. Und dennoch hat uns die Stadt in ihren Bann gezogen. Natürlich auch wegen ihrer guten Ausgangslage zur Erkundung der albanischen Riviera mit dem Töff. In zahlreichen Kehren zieht sich die Strasse nach Vlorë zur Llogara-Passhöhe hinauf. Nur wenige Kilometer hinter der Küste des Ionischen Meers erheben sich hier Gipfel von über 2000 Metern Höhe. Berauschende Ausblicke verursachen mal wieder unzählige Fotostopps.

Egal! Die albanische Infrastruktur relativiert unsere Vorstellung von Reisegeschwindigkeit ohnehin: Aus knapp 60 Kilometern Luftlinie werden fast immer über 100 Strassenkilometer. Die gewundenen Linien zwischen diesen Punkten stehen also auch auf Asphalt für traumhafte Motorradstrecken.

Der letzte Tag

Seit dem Dorf Theth sind wir zwei Stunden unterwegs und haben gerade mal 38 Kilometer geschafft. Mühsam zuckeln wir die steinige Piste weiter. Kurve reiht sich an Kurve durch den tief eingeschnittenen Canyon. Immer wieder müssen wir schräg abfallende Geröllsektionen queren. Mal durch tiefen Schotter, mal über stufige Felsen. Sanft und sauber kontrollierbar hängt der Motor am Gas. Bodenwellen bringen das Heck ins Pumpen, das Motorschutzblech touchiert krachend die Felsen.

Morgen steht also unser letzter Tag in Albanien an. Gesucht haben wir ein Enduroabenteuer, gefunden haben wir eine (noch) unentdeckte Perle des Balkans. Wir besichtigten Tempel, Kirchen und Moscheen, wir besuchten Städte und bestanden fahrerische Herausforderungen, hangelten uns durch herrliche Bergwelten, dicht an der griechischen Grenze zur Bierstadt Korçe.

Vom Ohridsee gings dann über Kukës im Zickzack bis Shkodër – ab Fierzë sogar per Fähre durch die Koman-Schlucht. Geschafft. Hier in Kir beginnt der Asphalt. Ab jetzt geht es gemächlich Richtung Adriaküste. Die Fähre von Durrës nach Ancona wartet. Doch unser Reiseziel werden wir heute nicht mehr erreichen. Plattfuss. Albanien ist halt immer für eine Überraschung gut. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag.

Die Honda CRF 1000L Africa Twin auf Abenteuertour durch Albanien


Viel ist ja schon geschrieben worden über die neue Africa Twin, seit Honda die Reiseenduro im Oktober 2015 auf den Pisten der kleinen Karoo-Wüste in Südafrika erstmals vorstellte. Selbstbewusst haben die Japaner dafür einen Pistenparcours zusammengestellt, der es in sich hatte. Von tiefen Weichsandpassagen bis zur Geröllpiste war alles dabei, was die Journalisten der versammelten Weltpresse ins Schwitzen brachte.

Bereits da hat mich das Off-Road- Potenzial dieser Stollen-1000er fasziniert. Beim ausgelassenen Toben auf südafrikanischem Terrain hat sich mir die Frage gestellt, wie sich diese Maschine wohl ausserhalb der Enduro-Spielplätze schlägt. Da, wo es drauf ankommt – auf einer Abenteuerreise, vollbepackt mit Zelt, Kochgeschirr, Werkzeug und, und, und – auf Pisten abseits der ausgetretenen Pfade mit Reiserücktrittsversicherung.

Aus dieser Denkweise heraus, die sich aus dem Erfahrungsschatz einer Afrikadurchquerung und vier Sahara-Durchquerungen mit dem Motorrad bedient, war meine Entscheidung schnell gefällt: Wenn so ein Härtetest stattfinden sollte, dann unter Bedingungen, wie sie Motorradabenteurer aus echtem Schrot und Korn vorfinden. In dieser Szene gilt das "Weniger ist mehr" als oberstes Prinzip. Ein Prinzip, das bei der Beschaffung der Reiseausrüstung als auch der Maschine eine dominierende Rolle spielt.

Weniger ist mehr:
Weniger Hubraum, weniger Gewicht, weniger Technik, weniger Reparaturen. Damit war klar, nicht die DCT-Version mit dem Schaltautomaten, sondern die fussgeschaltete Basisversion der neuen Africa Twin ist des Abenteurers Wahlmotorrad. Ihre simplere Technik und 10 Kilogamm Gewichtsvorteil geben den Ausschlag.

ABS, Traktionskontrolle, Einspritzung... mehr Elektronikfeatures braucht kein Abenteurer und freut sich über das konventionelle Fahrwerk der Africa Twin: Vollbepackt und mit Sozia lässt sich das gewünschte Dämpfungsverhalten an Front und Heck dennoch fix einstellen. Ein Schraubendreher genügt. Am Heck lässt sich die Federvorspannung bequem per Handrad verstellen. Dabei wird auch die Kennlinie der Druckstufe variiert. Die Zugstufe kann zusätzlich mit dem Schraubendreher angepasst werden.

Leider ist das Monofederbein mit Sozia und Gepäck überfordert: Die Federvorspannung, per Handrad auf maximale Beladung getrimmt und die Zugstufe voll zugedreht – und dennoch lässt sich sowohl auf Schlaglochstrassen als auch unter Pistenbedingungen ein Nachwippen des Hecks nicht verleugnen. Wer gerne zu zweit und mit Gepäck unterwegs ist, kommt um eine Investition in ein Zubehörteil nicht umhin.

Auch nicht um die Investition in ein ordentliches Koffersystem. Denn die Honda-Original-Kunststoffboxen sind gelinde gesagt eine Zumutung. Zwar schmiegen sie sich wunderbar eng ans Heck und helfen so (im Gegensatz zu den teilweise recht weit abstehenden Alucontainern zahlreicher Motorrad-Reiseausrüster) bei der Zentralisierung der (Gepäck-)Massen. Jedoch das Plastik der Honda-Koffer ist viel zu schlabbrig. Ihr Handling umständlich, sie sind scharfkantig, nicht dicht, haben keine Gurte zum Fixieren der Beladung im Koffer und das Haltesystem ein Trauerspiel. Die Koffer klappern, denn sie wackeln bedenklich um ihre Querachse in den Trägerhalterungen hin und her.

Wir haben in Betracht ziehen müssen, dass wir die Gepäckbehälter auf dem holprigen Terrain, das uns die Pisten Albaniens kredenzen werden, verlieren könnten. Also bitten wir eine Honda-Werkstatt bei Ulm um Hilfe. Dort weiss man sich nur damit zu helfen, mittels zerschnittener Gartenschläuche das Spiel des Haltemechanismus zu verringern. Es funktioniert. Vorsichtshalber verspannten wir die Boxen mittels Zurrgurten aber lieber noch zusätzlich an die Fussrastenplatten.


Das hat uns an der Africa Twin gefallen

  • Geländeeigenschaften, Federweg, Langstrecken- und Autobahnkomfort
  • Kurvenagilität, Motorcharakter im Gelände, Windschutz, Bremsen
  • Bordmenüs, Spritkonsum, Reichweite, Verarbeitung des Motorrades
  • Fahrzeuggewicht, Zuladung, Gepäck- und GPS-Befestigungsmöglichkeiten

Das hat uns nicht überzeugt

  • Koffersystem, Trägersystem, keine autom. Blinkerrückstellung
  • LCD-Display schlecht ablesbar, Hupenknopf kollidiert mit dem Tankrucksack
  • Schlüsselsystem, Positionierung Beifahrer-Fussrasten im Gelände
  • Federbein im Zweipersonenbetrieb, Traktionskontrolle im Modus III

 

Reiseinfos Albanien

Einreise: Für Reisende aus der Schweiz und der EU ist kein Visum erforderlich. Das Reisedokument muss noch mindestens sechs Monate gültig sein. Eine Grüne Versicherungskarte und ein Nationalitätskennzeichen fürs Fahrzeug sind obligatorisch.

Anreise: Es gibt die Möglichkeit, durch Österreich und Italien nach Triest zu fahren. Zweimal wöchentlich legt hier eine Fähre nach Durres in Albanien ab. Auch von Ancona gibt es Fähren (www.directferries.de). Ein Erlebnis ist auch die Anreise auf Achse durch die zahlreichen interessanten Balkanländer.

Allgemein: Albanien ist ein sicheres und gastfreundliches Reiseland. Die üblichen Vorsichtsmassnahmen auf Reisen reichen völlig aus. Landessprache ist Albanisch, die Währung der Lek. Fast überall finden Sie Leute mit Englischkenntnissen.

Reisezeit: Die schönste Zeit ist zwischen Mai und Juni. Im Juli und August ist es sehr heiss.

Motorradfahren: Teilweise sind die Strassen sehr schlecht. Man muss allzeit mit ungesicherten Baustellen, Bauschutt, fehlenden Gullydeckeln, Fussgängern, Tieren, Fuhrwerken und Rollsplit rechnen. Die Landkarten sind häufig nicht zuverlässig. Albaner sind zum weitaus grössten Teil kundige, aber auch manchmal etwas risikofreudige Autofahrer.

Motorrad: Wer Pisten fahren möchte, sollte unbedingt ein dafür geeignetes grob bereiftes Motorrad besitzen sowie Reifenheber, eine Luftpumpe, Flickzeug und ein Ersatz-Reifenventil mitnehmen. Ein kleiner Tankrucksack ist nicht schlecht. Sehr gut bewährt haben sich Modelle mit Seitentaschen (Touratech). Für das hintere Gepäck würden wir eine grosse, wasserfeste Gepäckrolle nehmen und Satteltaschen.

Übernachtungen: In allen grösseren Städten und an den Badeorten am Ohridsee und der Küste gibt es sehr gute Hotels. Gute Campingplätze sind dünn gesät.

Reiseführer: Gefallen hat der Albanien-Reiseführer vom Hobo-Team; ISBN: 978-3-00-043017-6

 

Toleranz zwischen Moslems und Christen – Albanien als Hoffnungszeichen für die Welt

Das Christentum ist schon früh nach seinem Entstehen nach Albanien vorgedrungen. Funde zeugen von Sakralbauten aus dem 6. Jahrhundert. Ab dem 16. Jahrhundert wurde es in den Hintergrund gedrängt durch den Islam, der während der Herrschaft des Osmanischen Reiches die am weitesten verbreitete Religion in diesem Raum werden sollte. Schätzungen zufolge liegt der Anteil der orthodoxen Christen an der 3,2 Millionen Albaner zählenden Bevölkerung heute bei 20, jener der Katholiken bei knapp zehn Prozent.

Rund 60 Prozent der Albaner bekennen sich heute zum sunnitischen Islam. Trotz der parallel existierenden Religionsgemeinschaften kam es in Albanien nie zu einer feindlichen Polarisierung innerhalb der Bevölkerung – wohl aber zu unterschiedlichen kulturellen und sozialen Entwicklungen.

An der Schnittstelle von Abend- und Morgenland ist aus der Weigerung, sich von jedwedem religiösen Fanatismus vereinnahmen zu lassen, innerhalb des Islams ab dem 14. Jahrhundert diese eigene Glaubens- und Gedankenwelt entstanden. Etwa acht Prozent aller Muslime in Albanien sind heute Bektashi.

Vor der Erklärung zum atheistischen Staat gab es rund 300 Klöster und Tekken (Religionshäuser). Danach wurden die meisten heiligen Stätten der Bektashi zerstört und bis zum Zusammenbruch der kommunistischen Diktatur haben nur sechs Geistliche überlebt. Mit den radikalen, an Saudi-Arabien orientierten Wahhabiten haben die Bektashi nichts am Hut. Was sie stört, ist deren religiöse Intoleranz – und sich die Köpfe wegen einer letzten Wahrheit einzuschlagen, käme den Bektashi nicht in den Sinn. Denn religiöse Toleranz gegenüber allen Andersgläubigen ist ihre Leitvorstellung.

Interreligiöse Heiraten sind daher keine Seltenheit, während dies in den meisten Ländern mit muslimischem Bevölkerungsanteil kaum der Fall ist.

Das Gebet der Bektashi ist nicht an Tageszeiten gebunden, sondern konzentriert sich auf die Abendstunden.
Alkohol ist nicht verboten und beim Beten sitzen Männer neben ihren unverschleierten Frauen. Ihr höchstes Fest begehen die Bektashi alljährlich eine Woche lang am Berg Tomorr bei Berat.

 

Eine gute Wahl auch fürs Asphalt- und Pistenabenteuer zu zweit. Eine gute Wahl auch fürs Asphalt- und Pistenabenteuer zu zweit. © Michael Kutschke, Gabi Storchenegger, Richard A. Meinert
Sarandë: quirliger Badeort am Ionischen Meer. Sarandë: quirliger Badeort am Ionischen Meer. © Michael Kutschke, Gabi Storchenegger, Richard A. Meinert
Peshkopi ist Ausgangspunkt einer schönen Schotterstrecke am Schwarzen Drin entlang. Peshkopi ist Ausgangspunkt einer schönen Schotterstrecke am Schwarzen Drin entlang. © Michael Kutschke, Gabi Storchenegger, Richard A. Meinert
Der 1403 m hohe Llorga-Pass bietet eindrückliche Ausblicke aufs Meer und über die ganze albanische Riviera. Der 1403 m hohe Llorga-Pass bietet eindrückliche Ausblicke aufs Meer und über die ganze albanische Riviera. © Michael Kutschke, Gabi Storchenegger, Richard A. Meinert
So schön kann Albanien sein: Unser Wellness-in-Albania-Teil des Pistenabenteuers. So schön kann Albanien sein: Unser Wellness-in-Albania-Teil des Pistenabenteuers. © Michael Kutschke, Gabi Storchenegger, Richard A. Meinert
Apollonia-Tempel: Albanien hat jede Menge Kulturgeschichte vorzuweisen. Apollonia-Tempel: Albanien hat jede Menge Kulturgeschichte vorzuweisen. © Michael Kutschke, Gabi Storchenegger, Richard A. Meinert
Welcome to Albania – gelebte Gastlichkeit: Der Besucher ist noch wirklich ein König. Welcome to Albania – gelebte Gastlichkeit: Der Besucher ist noch wirklich ein König. © Michael Kutschke, Gabi Storchenegger, Richard A. Meinert
Neugierige Lausbuben: Die Menschen sind durchweg freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit. Neugierige Lausbuben: Die Menschen sind durchweg freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit. © Michael Kutschke, Gabi Storchenegger, Richard A. Meinert
Ohridsee: Kristallklares Wasser zum Baden und mit 363 Quadratkilometern der zweitgrösste See des Balkans. Ohridsee: Kristallklares Wasser zum Baden und mit 363 Quadratkilometern der zweitgrösste See des Balkans. © Michael Kutschke, Gabi Storchenegger, Richard A. Meinert
Ein unbedingtes Muss: Ab Fierze gibt es eine Fähre durch das fjordähnliche Drintal. Ein unbedingtes Muss: Ab Fierze gibt es eine Fähre durch das fjordähnliche Drintal. © Michael Kutschke, Gabi Storchenegger, Richard A. Meinert
Wilder Osten: Osum-Schlucht, der Grand Canyon Albaniens. Wilder Osten: Osum-Schlucht, der Grand Canyon Albaniens. © Michael Kutschke, Gabi Storchenegger, Richard A. Meinert
Berats historischer Kern blieb von der Modernisierungswut der Kommunisten verschont. Die Burg, die über der Stadt prangt, bietet tolle Ausblicke. Berats historischer Kern blieb von der Modernisierungswut der Kommunisten verschont. Die Burg, die über der Stadt prangt, bietet tolle Ausblicke. © Michael Kutschke, Gabi Storchenegger, Richard A. Meinert
Die Verbunkerung Albaniens ist überall zu sehen. Schon Kinder sind gedrillt worden, sich in Minibunkern als Scharfschützen zu verschanzen. Die Verbunkerung Albaniens ist überall zu sehen. Schon Kinder sind gedrillt worden, sich in Minibunkern als Scharfschützen zu verschanzen. © Michael Kutschke, Gabi Storchenegger, Richard A. Meinert
Pistenabenteuer Marke wild und steinig. Pistenabenteuer Marke wild und steinig. © Michael Kutschke, Gabi Storchenegger, Richard A. Meinert