Highway 52

Nice day for a ride

Von Robert Annetzberger
27.04.2009 09:44:08
Highway 52: Durch zehn Bundesstaaten von South Carolina nach Kanada. 2400 Meilen wirkliches Amerika.

Charleston: Träge sitzen Sanja und ich in der Rooftop Bar über den Dächern der Stadt. Die schwüle Hitze hat uns völlig schlapp gemacht. Bei einem Budweiser versuchen wir, uns ein wenig abzukühlen. Zwei Tage lang haben wir die einzigartige Atmosphäre in der historischen Altstadt mit ihren stilvollen Kolonialbauten und der üppigen Blumenpracht genossen. Als eine der überwältigendsten Städte an der Ostküste steckt Charleston voller Geschichte und Geschichten.

Jetzt geht es los …
… viel Platz haben wir nicht auf der Gold Wing: Jeder muss mit einem Seitenkoffer auskommen. Das Topcase ist dem Fotorucksack und den Regenkombis vorbehalten. Gaaas … Wir lassen es es flott angehen. Nur so kommt kühlender Fahrtwind unter den Helm und die dicken Töffklamotten. Auf dem zweispurigen Highway herrscht kaum Verkehr, als wir durch den Francis Marion National Forest düsen.

Das subtropische Klima der Gegend lässt uns weiter schwitzen. «Where the life is so easy», lese ich auf einem Schild. Ein Blick genügt, um festzustellen, dass hier nicht die Welt der schicken Badeorte und exklusiven Golfplätze an der Atlantikküste gemeint ist. Der Highway 52 führt uns hier durch den armen, ländlichen Teil South Carolinas, in dem vorwiegend Schwarze in alten heruntergekommenen Hütten leben.

«Trust Jesus» und «Jesus is with you», lesen wir an den Wänden. Es scheint, als gäbe es in der Gegend mehr Kirchen als Supermärkte. Nach Florence, einer langweiligen 30 000-Einwohner-Stadt, wird unser Highway 52 zur schmalen, einspurigen Landstrasse nach North Carolina. Das kurvige Asphaltband vereint sich in Salisbury mit der Interstate I-85. Endlich kann man es wieder richtig laufen lassen. Die letzten 35 Meilen bis Winston-Salem sind eine wahre Wohltat. Denn der Fahrtwind verschafft uns wieder mehr Abkühlung.

290 Meilen später checken wir im Village Inn in Clemmons ein, einem Vorort von Winston-Salem. Doch aus dem erfrischenden Sprung in den Pool wird nichts. Kaum stelle ich den Motor ab, bricht ein heftiges Unwetter los.

Keystone: Ab ins Kohlerevier
Am nächsten Morgen ist die Luft zwar wieder klar. Aber am Himmel hängen immer noch bedrohlich dunkle Wolken. Mal sehen, wie es in den Appalachian Mountains wird. Wir lassen die Honda Richtung Nordwest rollen. Der Highway 52 verläuft hier auf der Interstate I-74, das heisst jede Menge Truck-Verkehr. Nach 45 Meilen endlich wieder Kurven und Hügel statt stupidem Geradeaus. Von Mt. Airy aus arbeiten wir uns auf schönen Serpentinen durch die dichten Wälder des Jefferson National Forest auf die Appalachian Mountains hinauf.

Das bewaldete Mittelgebirge im Osten Nordamerikas war einst für die Einwanderer die erste Hürde auf dem Weg nach Westen. Für die Wing ein Klacks. Nur, leider verwehren uns die tief hängenden Wolken die Aussicht. Kaum haben wir auf dem Bergrücken den Blue Ridge Parkway gekreuzt, beginnt es auch noch zu regnen. Bei den nun kühlen Temperaturen sind wir froh um die dicken Endurojacken, in denen wir am Tag zuvor noch geschwitzt haben. Und das Wetter wird nicht besser, als wir weiter in die Berge vordringen. Dafür werden wir ab Whyteville auf Dutzenden Meilen nach Bluefield, West Virginia, mit vielen Kurven belohnt. Nach Regen und Kälte wollen wir jetzt nur noch eine heisse Dusche.

Einen Tag später das gleiche Bild: Kalt, grau, nasse Strassen. Nicht gerade das, was wir für Juni erwartet hatten. Von Bluefield aus steuern wir die Kohlestadt Keystone an und folgen anschliessend einem wunderschönen Tal. Auf und ab, links und rechts. Es ist ein Genuss, sich mit dem Dickschiff durch die Kurven zu schwingen. Dennoch bleibt uns nicht verborgen, dass West Virginia wesentlich ärmlicher ist als Virginia am Tag zuvor.

Irgendwo an der Landstrasse taucht plötzlich Gwen’s Country Kitchen auf. Zeit für einen kleinen Snack. Aus dem geplanten späten Frühstück wird schnell ein Burger mit Pommes frites. Kleinigkeiten gibt’s hier nicht, bei Gwen kommen ordentliche Portionen auf den Tisch. Schnell ergibt sich ein Gespräch. Mancher Restaurantbesucher kann nicht glauben, dass wir bis zur kanadischen Grenze wollen.

Beim Tankstopp in Williamson bekommen wir einen Eindruck, wie eine typische Bergbaustadt in West Virginia aussieht: Ziegelgebäude, ähnlich wie in englischen Industriestädten, und endlose Kohlezüge. Kein Zweifel: West Virginia lebt vom schwarzen Gold. Doch gleich hinter Williamson sieht alles anders aus. Das Tal weitet sich, und mit jeder Meile wird auch das Wetter besser. 35 Meilen später, in Huntington, ist wieder Sommer. Durch gutbürgerliche Vororte mit netten kleinen Häusern rollen wir bei strahlendem Sonnenschein in die Stadt am Dreiländereck von West Virginia, Kentucky und Ohio.

Hier überqueren wir zum ersten Mal den Ohio River, cruisen mehr als einhundert Meilen an seinem Nordufer entlang. Der Ohio ist schliesslich der wasserreichste Nebenfluss des Mississippi.

Huntington – Cincinnati
Immer wieder pausieren wir kurz am Ufer, während der Fluss träge an uns vorbeizieht. Und da geht mir plötzlich der Highway-52-Song von Dave Evans, einem Gründungsmitglied von AC/DC, durch den Kopf: «I am sitting on the banks of the Ohio River. Sunrise kisses the dew. Foxhounds run and the steam boat roll. I’m sitting here in highway 52».

Es ist fast dunkel, als wir uns Cincinnati nähern. Zwei Rehe springen auf die Autobahn. Vollbremsung. Dieser Schreck lässt mich den Ohrwurm vergessen. Ich bin hellwach. Die Warnung, überall und jederzeit mit Wildwechsel zu rechnen, die man uns auf den Weg gegeben hatte, war absolut berechtigt.

Cincinnati lässt uns wenig später mit seiner imposant leuchtenden Skyline den Beinahe-Unfall schnell verdrängen. Nach mehr als 350 Meilen sind wir hungrig und müde. Doch Übernachtungsmöglichkeiten suchen wir in der ersten Grossstadt unseres Trips vergeblich. Die sündteuren Downtown-Hotels kommen für uns nicht in Frage. Nach weiteren dreissig endlos langen Meilen taucht endlich ein günstiges Motel auf. Wir haben keine Wahl. Nix wird’s mit Schweinebraten mit Knödel im Hofbräuhaus von Cincinnati, das wir im Vorbeifahren gesehen haben. Cincinnati ist nämlich die Partnerstadt von München.

Königin des Westens
Wie so oft, sieht am nächsten Morgen alles anders aus. Nach einem schnellen Kaffee geht’s in die City. Am Fountain Square sitzend beobachten wir, wie sich die Innenstadt langsam belebt. Kurz darauf überqueren wir erneut den Ohio River auf der grossen Hängebrücke, die nach Covington, Kentucky, hinüberführt. Strassennamen und die Kirche «Mutter Gottes» zeugen von den deutschen Einflüssen. Ein Schild verkündet, dass hier jeden dritten Sonntag im Monat ein Bikertreffen stattfindet. Wäre interessant, mal die hiesigen Biker kennen zu lernen.

Noch einmal überqueren wir den mächtigen Ohio River, bevor es auf der Interstate I-74 nordwärts geht. Doch schon bald zweigt der Highway 52 von der Autobahn ab. Als wir die Grenze zwischen Ohio und Indiana passieren, geniessen wir wieder die Einsamkeit der Landstrasse. Immer tiefer rollen wir in den Mittleren Westen hinein. Meist geht es an Feldern und Äckern vorbei, gelegentlich führt uns der Highway durch kleine, verschlafene Städte und in langgezogenen Kurven über sanfte Hügel.

Nach einhundert Meilen Entspannung wird es wieder hektischer: Wir nähern uns Indianapolis. 1821 gegründet wuchs die Stadt als Verkehrsknotenpunkt zwischen Chicago, St. Louis, Columbus und Cincinnati rapid. Auf der Stadtautobahn geht’s deshalb ein wenig wie bei den Indy 500 zu. Jedoch in der Innenstadt sind die Strassen wider Erwarten fast leer. Unser Ziel: Der Monument Circle. Ein Denkmal ehrt hier die gefallenen Soldaten des Amerikanischen Bürgerkrieges und des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges. Ebenfalls in der Stadtmitte befindet sich am War Memorial Plaza ein weiteres Kriegsdenkmal. Es wurde zu Ehren der gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege errichtet.

Es gibt auch ein Mahnmal für die USS Indianapolis: Der schwere US-Kreuzer hatte 1945 die Hiroshima-Bombe «Little Boy» von der Westküste nach Tinian, nördlich von Guam, gebracht und wurde nach Ausführung der Operation am 30. Juli 1945 vom japanischen U-Boot I-58 versenkt. Nur 316 der insgesamt 1196 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.

Auf den Stufen des Kriegerdenkmals sitzend wenden wir uns Erfreulicherem zu: Den Vorbereitungen für die jährliche Parade zu den 500 Meilen von Indianapolis. Die erste in den USA speziell für Autorennen gebaute Rennstrecke hat bereits seit 1909 Tradition und bietet Platz für 400 000 Fans. Es sind noch drei Tage bis zum Rennen. Kaum vorzustellen, welcher Trubel herrschen wird, wenn Motorsportfans aus dem ganzen Land hier einfallen.

Also ab nach Joliet, westlich von Chicago. Nach 180 Meilen dann die Hiobsbotschaft: Hotel ausgebucht. Müde, hungrig und ausgekühlt müssen wir noch einmal auf die Interstate. Als ich nach 370 Meilen im Sattel todmüde ins Bett falle, denke ich nur noch: Morgen ist Chicago-Tag!

Obamas City: Chicago
Die Windy City, wie sie auch heisst, liegt zwar nicht direkt auf dem Highway 52, doch der Abstecher musste sein. Chicago ist zu beeindruckend, um einfach daran vorbeizufahren. 1920 war Chicago die Hochburg der Mafia und lockte mit allerlei illegalen Geschäften. Besonders mit Alkohol liess sich damals das grosse Geld machen. Al Capone diente sich hier zum König der Unterwelt empor. Aber die Stadt ist auch ein Ort der Hoffnung: Seit 20 Jahren ist Chicago die Heimatstadt von Barack Obama. Viele Veranstalter von Chicago-Stadtführungen haben ihr Programm um ein paar Obama-Stationen ergänzt.

Wir bevorzugen die kleine Landzunge, auf der das Adler Planetarium steht. Von dort bietet sich ein grandioser Blick auf die Skyline der drittgrössten Metropole der USA. Danach lassen wir die Wing über die Boulevards und Avenues gleiten. Was für ein Spass – vor allem nach der langweiligen Landpartie durch Indiana. Bei der Abfahrt passieren wir noch die berühmte Kreuzung Jackson Boulevard und Lake-shore Drive. Hier beginnt – ganz unspektakulär – die legendäre Route 66.

Wenig später hat uns der Highway 52 wieder. Mit dem letzten Sonnenstrahl erreichen wir am Abend Savanna am Mississippi. Nachdem wir den Strom überquert haben, begrüsst uns Iowa mit vielen Hügeln und Kurven.

Al Capones Hotel
Bei Einbruch der Nacht erreichen wir Dubuque und parken die Maschine vor dem Julien Inn. Dieses Hotel gehörte einst Al Capone. Wann immer es in Chicago zu heiss wurde, zog er sich hierher zurück.
Schnell die Sachen ins Zimmer werfen, und dann nichts wie raus. Die «Bricktown Brewery & The Blackwater Grill» ist der perfekte Ort, um den Tag mit einem hervorragenden Steak und selbst gebrautem Bier zu beschliessen.

Auch der nächste Tag beginnt richtig amerikanisch: Statt Kaffee vom Automaten und Donut aus dem Pappkarton gibt es im Restaurant «Alte Glocke» ein üppiges amerikanisches Frühstück. So haben wir uns das vorgestellt! Ordentlich gestärkt drehen wir anschliessend noch eine Runde durch Dubuque mit seinen alten Ziegelgebäuden, die der Stadt eine warme und angenehme Atmosphäre verleihen. Der Highway führt uns noch ein paar Meilen am Mississippi entlang, immer wieder können wir grandiose Ausblicke über den Fluss erhaschen.

Zwei Zwillingsstädte
Ab der Kleinstadt Guttenberg, die von deutschen Siedlern geprägt wurde, kehren wir dem Strom den Rücken. Es geht tiefer in den Mittleren Westen hinein. Wir rollen über die Hügel von Iowa. Die kleinen Orte entlang der Route wirken völlig verschlafen. Trotz Regen und starker Windböen kommen wir gut voran. Am Abend erreichen wir Rochester. Über endloses Farmland führt der Highway 52 weiter, direkt in die Twin Cities St. Paul und Minneapolis. Von hier aus machte sich Robert M. Pirsig einst auf den Weg durch Amerika und zu sich selbst. Sein Kultbuch «Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten» ist inzwischen ein Klassiker.

Auch wir fahren weiter, bis am Abend mit Moorhead und Fargo die Lichter der nächsten Zwillingsstädte auftauchen. Als wir Fargo am nächsten Morgen verlassen, passieren wir zum letzten Mal die Grenze zwischen zwei Bundesstaaten. North Da-ko-ta ist der zehnte und letzte auf unserer Reise. Auf den nächsten 90 Meilen heisst die Devise: «Let’s go west!» Schnurgerade führt die Strasse ins «Heartland of America» hinein. In Jamestown verlassen wir zum letzten Mal die Interstate. Ab hier ist der Highway 52 nur noch eine kleine Landstrasse. Und mit jeder Meile wird es wärmer. «Nice day for a ride», ruft uns ein Pick-up-Fahrer zu, als wir in Carrington den Tank auffüllen.

Um uns herum gibt’s nur Gras, soweit man schauen kann, und nicht einmal die Andeutung einer Kurve. Immer einsamer wird es auf dem Highway, bis auf riesige Getreidesilos, die entlang der Eisenbahnstrecke stehen. Apropos: Minot, wo wir am Abend eintreffen, ist eine Eisenbahnerstadt. Gegründet wurde sie 1866, als die Arbeiter wegen des einbrechenden Winters hier hängen blieben. Das wird uns nicht passieren, denn Minot ist wenig einladend. Aber nach 290 Meilen im Sattel interessiert uns das nicht mehr heute. Wir brauchen nur noch ein Motel und ein Restaurant.

Endspurt
Am nächsten Tag sind nur noch 120 Meilen bis zur kanadischen Grenze zu meistern. Ich geniesse es, mit der Honda über die Prärie zu fliegen. Wir sind stundenlang völlig allein unterwegs. North Dakota, die «Grosse Unbekannte», trägt den Beinamen Sioux State. Es wird berichtet, dass immer mehr Einwohner das Land verlassen. Kleine und mittelgrosse Bauernhöfe sind nicht mehr rentabel, Ackerland wird wieder Prärie, und manche Kleinstadt hat in den vergangenen fünfzehn Jahren die Hälfte ihrer Einwohner verloren. Nur Alaska, Vermont und Wyoming haben weniger Bewohner.

Was, wenn jetzt die Maschine streikt? Es besteht kein Grund zur Sorge. Seit Beginn der Reise hat sich die Honda als absolut zuverlässig erwiesen. Endlich! Das Ortsschild von Portal taucht vor uns auf. Wir sind da, nach 2400 Meilen haben wir die kanadische Grenze erreicht!

Den Uniformierten  aller Länder …
… ist immer etwas suspekt. Die Jubelstimmung bei Fahrer und Sozia wird aprupt gedämpft, als wir an der Grenzstation unser Zielfoto machen wollen. Wir bekommen es mit einem grimmig dreinblickenden Polizisten zu tun und verbringen eine ungemütliche Viertelstunde auf der Wache, bis unsere Pässe überprüft sind und wir gehen dürfen. Nichts wie weg hier! Wir verzichten auf das Foto – es lebe die Freiheit der Gedanken, deshalb lassen wir die Strecke noch einmal Revue passieren: Die Wälder Carolinas, die Berge der Appalachians und West Virginias, den Ohio River und den Mississippi, Cincinnati, Indianapolis und Chicago, die Seen Minnesotas und schliesslich die Prärie North Dakotas. Hinter uns liegen 2400 Meilen, zehn Bundesstaaten und unvergessliche Erlebnisse. Während die Route 66 inzwischen nur noch vom Mythos, Klischee und verklärtem Kitsch lebt, existiert der Highway 52 wirklich. Als lebendiges Abbild des realen, heutigen Amerika.

 

Highway 52: 2400 Meilen durch zehn US-Bundesstaaten

Allgemeines: Der Highway 52 ist ungewöhnlich. Im Gegensatz zu normalen Highways verläuft er nicht in Nord-Süd- oder Ost-West-Richtung, sondern diagonal. Er beginnt in Charleston / South Carolina und führt immer Richtung Nordwesten bis zum Endpunkt in Portal an der kanadischen Grenze. Wegen dieser Streckenführung von Südost nach Nordwest kann es vorkommen, dass die Richtung auf Wegweisern entweder mit «52 North» oder mit «52 South» angegeben wird. Normalerweise haben Highways in Nord-Süd-Richtung eine ungerade Nummer, die in Ost-West-Richtung eine gerade. Der Highway 52 führt durch zehn Bundesstaaten: South Carolina, North Carolina, Virginia, West Virginia, Ohio, Indiana, Illinois, Iowa, Minnesota, North Dakota.

Sehenswerte Städte entlang der Route: Charleston, Cincinnati, Indianapolis, Chicago, St. Paul / Minneapolis. Ausserdem führt der Highway an den beeindruckenden Flüssen Ohio River und Mississippi entlang.

Auf 2400 Meilen fährt man durch die Wälder Carolinas, die Berge der Appalachians und West Virginias, am Ohio River und dem Mississippi entlang, durch beeindruckende Städte wie Cincinnati, Indianapolis, Chicago und Minneapolis, bevor die Route schliesslich an den zehntausend Seen von Minnesota vorbei in die Prärie North Dakotas führt.

Motorradfahren: In den USA per Töff unterwegs zu sein, ist kein Problem. Autofahrer sind in der Regel rücksichtsvoll, die Strassen sind meist in gutem Zustand. Der Highway 52 hat viele Gesichter. Er kann, wie in North Carolina oder West Virginia, eine schmale Landstrasse (country road) oder eine mehrspurige Autobahn (Interstate) sein. Meist verläuft er aber als gut ausgebauter klassischer Highway, vergleichbar einer Nationalstrasse. Die Entfernungen zwischen den Städten sind in der Prärie selbst nach US-Massstäben gross. Eine Reichweite von 300 km ist sinnvoll. Neben der Tankanzeige auch auf das Wetter achten. In der Prärie ist man Stürmen und Gewittern unter Umständen schutzlos ausgeliefert.

Mietmotorräder: Der grösste Anbieter von Miettöff ist Eaglerider (www.eaglerider.com), der in zahlreichen Städten Niederlassungen hat.

Übernachten: Ein Motel zu finden, ist meist kein Problem. Gewöhnlich findet man Unterkünfte an den Ein- und Ausfallstrassen grösserer Orte. In Nähe der Motels befinden sich in der Regel auch Tankstellen, Restaurants und Supermärkte. Keine Scheu haben, auch nach einem Rabatt zu fragen. Bei den Visitor’s Centers, die meist an der Grenze der Bundesstaaten liegen, gibt es häufig auch Gutscheine (vouchers) für bestimmte Motelketten. Auch damit kann man sparen.

Tiere: Wildtiere stellen in den USA eine Gefahr dar. Sie können auch am Tage jederzeit die Strasse kreuzen, selbst innerhalb von Ortschaften.

Sicherheit: Wer die üblichen Sicherheitsvorkehrungen trifft, kann sich problemlos bewegen. Generell, sollte man nicht nachts unterwegs sein.

Literatur / Karten: The rough guide to USA, Penguin Group,
ISBN 1-84353-262-x. Lonely Planet USA, ISBN-13: 9783829715713 oder ISBN-10: 3829715714, AAA North American Road Atlas,
$ 11,95, ISBN 1-56251-786-4

Internet:

Charleston Visitor Center: www.charlestoncvb.com
South Carolina: www.discoversouthcarolina.com
North Carolina: www.visitnc.org
Virginia: www.virginia.org
West Virginia: www.travelwv.com
Ohio: www.travelohio.com
Indiana: www.in.gov/enjoyindiana/
Illinois: www.enjoyillinois.com
Chicago: www.cityofchicago.org
Iowa: www.traveliowa.com
Minnesota: www.exploreminnesota.com
North Dakota: www.ndtourism.com

Prachtvolle Kolonialbauten: Südstaaten-Flair pur Prachtvolle Kolonialbauten: Südstaaten-Flair pur © Robert Annetzberger
Chicagos Wolkenkratzer gehören zu den höchsten der Welt Chicagos Wolkenkratzer gehören zu den höchsten der Welt © Robert Annetzberger
Schnurgerade geht es durch die Wälder South Carolinas Schnurgerade geht es durch die Wälder South Carolinas © Robert Annetzberger
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Ein entspannter Morgen am Fountain Square in Cincinnati / Ohio Ein entspannter Morgen am Fountain Square in Cincinnati / Ohio © Robert Annetzberger
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