NCR Mike Hailwood TT
Das teure Dutzend
1978 kehrte Mike Hailwood nach einem Jahrzehnt Abwesenheit auf die Isle of Man zurück und schlug mit einer vermeintlich unterlegenen Ducati Phil Read auf der Werks-Honda. Eine Woche später gewann Hailwood das TT-F1-Rennen in Mallory Park und sicherte damit den ersten WM-Titel für Ducati und den zehnten für sich selbst.
Das Motorrad baute Steve Wynn mit einem 864-ccm-Motor von NCR auf. 30 Jahre später legt die italienische Edelschmiede nun eine Kleinserie von 12 Motorrädern auf (Hailwoods damalige Startnummer war die 12), die sich optisch an die legendäre Maschine anlehnen und sogar technisch viele Gemeinsamkeiten aufweisen soll. Neben viel Nostalgie findet sich noch mehr Hightech an der Neuinterpretation von NCR. Der Rahmen ist aus Titanrohren gefertigt und wiegt ganze 5 kg.
Der luftgekühlte Zweiventil-Desmo hat 1120 ccm und wurde dank NCR-Tuning auf gesunde 130 PS und 134 Nm maximales Drehmoment gebracht. Die Auspuffanlage ist ebenfalls aus Titan, die Räder aus Karbon, das ganze filigrane Motorrad wiegt fahrfertig nicht mehr als 136 kg. Das Fahrwerk hat Feinheiten wie die Öhlins-Gasdruck-Gabel mit handgefräster, voll einstellbarer Gabelbrücke, Brembo-Berillium-Monobloc-Zangen und voll einstellbare Öhlins-Stereofederbeine zu bieten.
Das Cockpit ist in moderner LCD-Technik gehalten und hat alles, was ein Race-Dashboard braucht. Eine der Maschinen soll im nächsten Jahr bei der TT auf der Isle of Man sogar an den Start gehen. Einziges Manko für Enthusiasten und Mike-Hailwood-Fans: NCR verlangt die Kleinigkeit von 160 000 Franken für ihr neuestes Kunstwerk.
infos: www.ncrfactory.com
