Back to the roots
RedWing-Club
Von Asolo nach Atessa: 111 Schweizer Honda-Fahrer zogen los und besuchten in Italien die Produktionshallen des weltgrössten Herstellers.
Die 111 Teilnehmer der «Back to the roots»-Tour trafen sich am Dienstag der vorletzten September-Woche bei traumhaften spätsommerlichen Bedingungen in Asolo, einem Kleinstädtchen in der Region Venetien im Norden Italiens. Während die einen die Anfahrt über die kurvigen Alpenpässe wählten, zogen ein paar Eilige die Autobahnen vor und wunderten sich, dass sie wegen des dichten Mailänder Abendverkehrs trotzdem zuletzt eintrafen. Bei Pizza und Rotwein diskutierte man die Erlebnisse der Anreise.
Tags darauf öffnete Alpinestars – einer der führenden Hersteller von Schutzbekleidung – für die Schweizer Delegation seine Tore. Wer schon immer wissen wollte, wie eine Lederkombi oder ein Racing-Stiefel entsteht, erhielt Antworten auf all seine Fragen. Die Tour führte von der Entwicklungs- über die Prototypen-Abteilung bis in die Produktion, wo in diesem Augenblick gerade Michael Schumachers F1-Anzug genäht wurde. Manch einem lief beim Anblick der vielen edlen Teile das Wasser im Mund zusammen. Die angestaute Shopping-lust konnte bei der folgenden Invasion des Factory-Outlets entladen werden. Das abendliche Bankett in der pompösen Villa Pola dauerte in klassisch italienischer Manier bis Mitternacht und sorgte mit deftigen Speisen und Getränken für strahlende Gesichter.
Das Highlight des Donnerstags war die Paraderunde mit der eigenen Honda auf der Rennpiste des legendären Autodromo di Imola, wo am folgenden Wochenende beim SBK-Rennen die Fetzen fliegen sollten. Das Safety-Car diktierte zwar ein eher gemütliches Tempo, dennoch liess sich erahnen, was Rennpiloten erleben, wenn sie nach der Piratella- zur Acque-Minerali-Kurve donnern. Mit den Fahrern des HANNspree-Ten-Kate-Honda-Teams konnte man bei der folgenden Autogrammstunde auf Du und Du stehen. Abgerundet wurde der erlebnisreiche Tag in Portonovo: Dort genossen die Reisenden in einem am Strand gelegenen Restaurant Meeresfrüchte im Vollmondschein.
Der letzte Tag der Reise führte die RedWing-Member nach Atessa bei Ancona: Dort steht neben Kumamoto die zweitgrösste Honda-Motorrad-Fabrik, in der jährlich 40 000 Bikes und 70 000 Roller vom Band laufen. Der Vizepräsident Silvio Di Lorenzo nahm sich Zeit, um die Schweizer persönlich durch die Hallen zu führen. Dort konnten sie hautnah miterleben, wie ihre Honda vom Alublock zum versandfertigen Töff heranreift. Pünktlich zum Programmende überraschte ein sintflutartiger Platzregen die Gesellschaft, die durchnässt in die Kantine flüchtete. Doch das Unwetter vermochte die Stimmung nicht zu trüben. Es verzog sich bald und bescherte den Reisenden gar frisch gewaschene Strassen für die Heimfahrt.
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