Länger fit
Shoei Qwest
Shoei, einer der erfahresten Helmhersteller der Welt, will mit dem Qwest einen Premium-Tourenhelm am Markt platzieren.
Dass Shoei einer der innovativsten und erfahrensten Helmhersteller weltweit ist, dürfte ein offenes Geheimnis sein. Mit dem Nachfolger der Raid-Serie, dem Qwest, will Shoei nun einen Premium-Tourenhelm am Markt platzieren. Der Hersteller verspricht, das kritisierte hohe Geräuschniveau der Vorgängermodelle um 60 Prozent verringert zu haben. Der obere und untere Lufteinlass wurde vergrössert und neu positioniert, die beiden Ventilationsöffnungen am Hinterkopf sind ein Novum. Besonderes Augenmerk hatten die Ingenieure auch auf eine gute Aerodynamik, geringes Gewicht (1400 g) und beste Passform. Dafür wurden keine Kosten gescheut und eigens vier verschiedene Schalengrössen geschaffen, die sieben Helmgrössen zwischen XXS und XXL abdecken. Die Fahreindrücke auf einer 700-Kilometer-Etappe nach Rimini bestätigen, der Qwest sitzt gleichmässig und ohne Druckstellen, aber trotzdem extrem passgenau auf dem Kopf. Der Helm bietet wenig Windwiderstand und entlastet so die Nackenmuskulatur. Auch nach zwölf Stunden Fahrt bleibt das Gefühl der Leichtigkeit, das einen fast vergessen lässt, dass man einen Helm trägt. Das neue Ventilationssystem funktioniert hervorragend und verhinderte im Zusammenspiel mit dem serienmässigen Pinlock auch bei Temperaturen um die drei Grad auf dem Timmelsjoch zuverlässig das Beschlagen des Visiers. Das ist besonders löblich, da das Visier wirklich dicht schliesst. Klasse auch, dass im Helm an genug Platz für Kommunikationssysteme und Brillenbügel gedacht wurde. Als einziger Schwachpunkt bleibt die Geräuschkulisse. Da ist der Qwest trotz spürbarer Verbesserungen nicht auf Augenhöhe mit dem Konkurrenten Schuberth. Richtpreise: Fr. 569.– für Uni-Weiss, -Schwarz und -Mattschwarz, Fr. 679.– für die Mehrfarbenmodelle.
Weitere Infos: www.motochic.ch
