Interview
Christoph Attiger im Gespräch
Attiger (47), nicht zu verwechseln mit seinem Bruder Stephan (Stadtammann Baden), wird auch weiterhin den Bereich Adventure Tours leiten.
Herr Attiger, KTM soll die Produktion zurückgefahren und Mitarbeiter entlassen haben.Wie geht es KTM?
Wir
gehören zu den ersten Motorradherstellern, die auf die Krise reagiert
haben. Die Belegschaft ist von rund 2200 auf 1800 Mitarbeiter reduziert
worden, zeitweise wurde Kurzarbeit eingeführt, und die Produktion wurde
um einen Viertel zurückgefahren.
Wie kommt es, dass KTMso hart von der Krise getroffen wurde?
Es
ist nicht so, dass KTM härter als andere Hersteller getroffen wurde.
Von der allgemein rückläufigen Marktentwicklung sind alle betroffen. In
den USA merken wir den Umsatzrückgang, ja, aber da sind wir nicht die
Einzigen. Wir arbeiten vorsorglich.
Wie steht es um die Nachfragen nach KTM-Töff in der Schweiz?
Was
die Stückzahlen betrifft, bewegen wir uns praktisch gleich wie im
Vorjahr. Wir sind also auf Kurs. Ich blicke optimistisch in die Zukunft
und gehe davon aus, dass wir die Vorjahreszahlen erreichen werden. Was
unsere Kernbereiche betrifft, ist unser Ziel, keine Marktanteile zu
verlieren. Und ich glaube, dass uns das gelingen wird.
Dennoch:
Es wäre angesichts der angespanntenWirtschaftslage fahrlässig, nicht
auch bei uns in der Schweiz zu versuchen, Kosten einzusparen. Für den
Fall, dass wir die budgetierten Zahlen nicht erreichen, müssen wir
finanziell abgesichert sein.
Was heisst das für KTM FABAG?
Zunächst
einmal, dass KTM die Zukunft mit mir beschreiten will. Dann hatte ich
gewisse Vorgaben, was die Personalkosten betrifft. So musste ich bei
der Zusammenstellung meines Teams drei Stellen streichen.