Töffmarkt Schweiz

Im Minus

Von Daniele Carrozza
28.02.2011 09:32:51

Obschon die Schweiz letztes Jahr bei den Immatrikulationen im internationalen Vergleich relativ gut dastand, war es für die meisten hiesigen Töffanbieter ein Jahr zum Vergessen.

Gegenüber 2009 wurden 2064 Motorräder weniger zugelassen (total 19 506), was einem dicken Minus von 9,5% entspricht. Neben der nach wie vor eher gedämpften Kauffreude waren insbesondere der harte Winter, der uns bis Mitte März Schnee bescherte, der nasskalte Frühling, der zwar warme, aber auch verregnete Sommer und der frühe Wintereinbruch dafür ausschlaggebend. Besser sah es bei den Rollern aus, wo bei den Zulassungen lediglich – 0,1% zu beklagen waren. Zurück zu den Motorrädern: Trotz eines Minus von 669 Einheiten gegenüber 2009 hielt Yamaha mit 2894 Neuzulassungen 2010 (Januar bis November) den grössten Marktanteil (14,8%). Zu den Topsellern zählten hier die XJ6, die TZR 50, die DT 50 und – auf Platz vier – die YZF-R1. Der zweite Platz geht mit einem Marktanteil von 14,3% (2792 Zulassungen; 215 mehr als 2009) an Harley-Davidson. Honda, der weltweit grösste Hersteller, muss sich mit Platz drei zufriedengeben (13,3%, 2602 Zulassungen; 556 weniger als 2009), wobei sich dieses Resultat 2011 angesichts der Modellflut insbesondere im gut laufenden Einsteiger- und Mittelklassesegment stark ändern dürfte. Es folgen BMW (12,1%, 2365 Einheiten), Kawasaki (9,8%, 1905), Suzuki (8,5%, 1662), Triumph (5,9%, 1158), Ducati (5%, 967), KTM (4,5%, 886) und auf Platz 10 Aprilia (2,9%, 568).

Am besten verkaufte sich 2010 die Alleskönnerin BMW R 1200 GS (492 Stück). Das Power-Naked-Bike Kawasaki Z 1000 ging mit 363 Einheiten auch sehr gut weg. Auf Platz drei steht die XJ6 N von Yamaha (358) knapp vor der betagten Kawa Z 750 mit erstaunlichen 342 Einheiten. Es folgen der erste Supersportler im Feld, die BMW S 1000 RR (332), die kleine Kawasaki Ninja 250 R (319), die Honda CB 1000 R und die Suzuki Gladius (beide 311 Einheiten).