Comeback:
Krummi: Alles gerade
«Mein Körper schüttet Adrenalin aus… es ist unglaublich! Ich fühle mich so wohl auf dieser Maschine», sagte der Zürcher nach dem ersten «Probesitzen» auf der Aprilia RSW beim spanischen Meisterschaftslauf in Valencia.
Dass er bei Rennhälfte wegen eines ärgerlichen Motorschadens ausschied, trübte seine Stimmung nicht. «Tags zuvor holte ich mir die Pole-Position – und war dabei 1,5 Sekunden schneller als Ende Oktober beim WM-Finale hier!»
Es war gleichzeitig das Ende seiner Zusammenarbeit mit KTM. Mit dem österreichischen Hersteller debütierte er Ende 2006 in der WM und brachte im Jahr darauf eine starke Saison als Rookie hinter sich. Höhepunkt war dabei sicher der dritte Platz beim Barcelona-GP. Dieses Jahr erfüllte der 18-Jährige die hohen Erwartungen nicht mehr.
Zu viel lief krumm bei «Krummi.» Nach einem Transfer-Hickhack letzten Winter nahm ihn KTM wieder auf. Zu spät, weil Krummenacher deshalb wichtige Testkilometer im Frühling verpasste. Sein Rückstand vergrösserte sich im Verlauf der Saison. Nicht nur der Pilot war nach einer Notoperation angeschlagen. Auch bei KTM tat man sich wegen der (zu) vielen Verpflichtungen in der 125er-, der 250er-WM und dem Rookie-Cup schwer.
Daran mag Krummenacher nicht mehr denken. Denn seit er weiss, dass er die Achtelliter-WM 2009 für den Holländer Ari Molenaar und auf einer Werks-Aprilia fährt, verläuft die Karriere wieder auf geraden Bahnen