Bruderherz
Yamaha X-Max 250
Der kleine Bruder versucht an die Erfolge des grösseren T-Max anzuknüpfen. Das Zeug dazu hat er jedenfalls.
Vor zehn Jahren stellte Yamaha mit dem T-Max den ersten
500er unter den Trittbrettfahrern vor. Weltgrösster Roller war der T-Max zwar
nur für einen Monat, dann wurde er vom Honda Silver Wing 600 übertoffen. Heute
bilden gar 850 Kubik die Obergrenze. Aber in seinen Fahrwerkqualitäten und
seiner Balance ist der T-Max bis heute unerreicht. Kein anderer Roller kommt so
nah an die Fahr-
dynamik eines Töff heran, und deswegen ist der T-Max in den Roller-Hochburgen
Paris, Rom, Barcelona und Madrid ein Statussymbol und seine Erfolgsgeschichte
noch lange nicht zu Ende.
Allerdings stellt der T-Max auch beim Preis die Oberliga des Roller-Segments dar, und deshalb hat ihm Yamaha für den schmaleren Geldbeutel einen kleinen Bruder an die Seite gestellt: den X-Max 250. Technisch natürlich bei weitem nicht so aufwendig und auch nicht so kräftig wie der Halbliter-Zweizylinder, doch in puncto Sitzposition und Fahrwerkauslegung sehr ähnlich. Und so kann der X-Max ebenfalls durch Wendigkeit, Stabilität und exzellente Bremsen begeistern. Motor und Keilriemen-Automatik sind perfekt aufeinander abgestimmt, entsprechend gut ist die Fahrdynamik. Dazu schafft der X-Max 130 km/h Spitze. Das Allerbeste aber ist das Staufach des neuen 2010er-Modells: Zwei Integralhelme plus eine Töffjacke passen hinein. Das kann noch nicht einmal der grosse Bruder.

