BMW Superbike: S 1000 RR
Geheimnis gelüftet
Die Prototypen des Werks-Superbikes fuhren schon längere Zeit in freier Wildbahn herum, das Rennmotorrad in Werksfarben konnte jeder Besucher auf der letztjährigen Intermot in Köln bestaunen, doch das erste offizielle Foto des Serientöffs S 1000 RR hat BMW erst jetzt herausgerückt. Kein Wunder, haben die Bayern den Bau der 125 Maschinen, die für die Superbike-WM-Homologation erforderlich waren, auch bis zum letztmöglichen Termin hinausgezögert. Selbst die Ergebnisse der Superbike-WM-Tests in Portimão, die zwei Tage vor dem Produktionsstart stattfanden, flossen noch in die Serie ein.
Die S 1000 RR sieht auf den ersten Blick nicht viel anders aus als die vierzylindrigen Supersportler aus Japan, an der Form der Gussteile und Profile ist aber eindeutig die Handschrift der BWM-Techniker zu erkennen. Die Federelemente – vorn eine Upside-down-Gabel, hinten ein vielfach einstellbares Zentralfederbein mit Umlenksystem – stammen von Sachs, die Bremsen mit radial fixierten Vierkolben-Monoblock-Zangen von Brembo, die Räder von BBS.
Das Leergewicht gibt das Werk mit 183 Kilo an. Das einstellbare Sport-ABS wird serienmässig sein, die gleiche dynamische Traktionskontrolle ist wie beim Rennmotorrad aufpreispflichtig. Die offizielle Vorstellung wird für den Sommer erwartet. BMW verrät vorab so viel, dass die S 1000 RR in Silber, Grün, Grau und im Weiss-Rot-Blau der Werksmaschine zu kaufen sein wird.