| Eingenebelt: Das Wetter war heut nicht auf unserer Seite. |
Eingenebelt
Kawasaki Z 750 R
Erster Testtag: Nebel und Regel haben uns einen Strich durch die Rechnung gezogen. Dennoch liess sich über die neue Kawasaki Z 750 R einiges in Erfahrung bringen.
Teil 2: Eingenebelt
Am Donnerstagabend prophezeite der Wetterbericht für den Freitag noch Sonne und milde 20 Grad. Als ich heute Morgen jedoch den Vorhang öffnete, grinste mir eine dicke Wolkendecke entgegen, und die 20 Grad waren auch nirgends anzutreffen. Alles andere als ideale Testbedingungen, aber dennoch passend, um dem Fahrwerk der Z 750 R auf den Zahn zu fühlen. Denn nur ein Bike mit einem gelungenen Fahrwerk macht auch im Regen Spass.
Schon auf den ersten Metern ist aufgefallen, dass sich die R gegenüber der Basis-Version handlicher gibt. Zudem ist sie deutlich straffer und damit sportlicher abgestimmt. Das Feedback ist glasklar und lässt vorne wie hinten keine Wünsche offen. Auch Handling und Stabilität sind im Einklang, wobei die R eher auf der lebhaften Seite zu positionieren ist. Alles in allem hatte ich so auch auf Nässe ein sehr gutes Gefühl, was nicht zuletzt auf das fein regelnde ABS (in der Schweiz serienmässig) zurückzuführen ist.
Wobei wir bei den Bremsen, dem zweiten grossen Update der Z 750 R, angelangt wären. Die radial verschraubten Vierkolben-Festsättel von Nissin wurden baugleich von der Z 1000 des Jahrgangs 2009 übernommen und machen alles in allem eine sehr gute Figur: Nicht zu giftig in der Ansprache, liegen sie mit einer hervorragenden Dosierbarkeit und imposanten Verzögerungswerten gar auf durchaus sportlichem Niveau. Da werden sich nicht nur Fahranfänger über das tadellos arbeitende ABS freuen.
Grundsätzlich kann schon jetzt festgehalten werden, dass es Kawasaki gelungen ist, bei der Z 750 R sämtliche von der Basis-Version bekannten Schwachstellen zu beseitigen. Bremsen? Sehr gut. Fahrwerk? Für sportlich orientierte Piloten um Welten besser. Mit dem R-Label wurde die 2004 lancierte und 2007 grundlegend überarbeitete Z 750 technisch also erfolgreich in die Neuzeit überführt. Einzig das Gewicht von fahrfertig 227 Kilo dürfte ihr bei der Rückeroberung der Krone im Segment der Mittelklasse-Nakeds ein bisschen zu schaffen machen.
Wir werden morgen einen zweiten Anlauf starten, ehe es zum Flughafen geht. Das Wetter soll diesmal wirklich passen, heisst es. Die gesammelten Fahreindrücke gibts dann in Form eines ausführlichen Testberichts in TÖFF 03/2011. Eine Fotostrecke finden Sie hier.
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Teil 1: Ankunft im Test-Revier.
In den nächsten beiden Tagen wird sich TÖFF in Spanien intensiv mit der neuen Kawasaki Z 750 R auseinandersetzen.
TÖFF-Redaktionsleiter
Carrozza ist am Donnerstag im südspanischen Alicante eingetroffen, wo er am
Freitag und Samstag die neue Kawasaki Z 750 R auf der Landstrasse testen wird.
Das Bike ist in der Schweiz bereits verfügbar und zwar ausschliesslich als
ABS-Version. Der Preis: 13 990 Franken. Mit dabei ein Auspuff-Dämpfer von
Akrapovic.
Die mit rund 2000 in der Schweiz seit 2005 zugelassenen Einheiten marktseitig sehr erfolgreiche Z 750 ist in die Jahre gekommen: Ein bei sportlicher Fahrweise überfordertes Federbein sowie müde Bremsen (Doppelkolben-Schwimmsättel) führten dazu, dass die Z im Rahmen unseres Mittelklasse-Naked-Vergleichs den letzten Platz belegte. Die Z 750 R kommt also goldrichtig.
Gegenüber der 2004 lancierten Z 750, die in der aktuellen Version von 2007 auch weiterhin im Programm bleiben wird, hat die R-Version eine neue Gabel (Zugstufe jetzt beidseitig verstellbar) und die hochwertigen Bremsen der Z 1000 erhalten. Das ABS (Serie) kommt mit einer neuen Abstimmung, das neue Federbein mit überarbeitetem Umlenksystem ist auf stärkere Belastungen ausgelegt und besitzt nun einen Ausgleichsbehälter. Zudem ist die unschöne Stahl-Kastenschwinge einem leichteren und eleganteren Alu-Pendant gewichen.
Auch optisch hat die R einige Updates erfahren: neue, mehrteilige Frontmaske, Drehzahlmesser im Racing-Design, auf Wunsch Zweifarbenlackierung, hübschere Blinker sowie einen Kotflügel mit Gabelschutz.
Erste Fahreindrücke liefern wir am Freitagabend.
Feierabend-Bier? Da ziehen wir ein kleines Golf-Turnier vor. Im Bild: Fibag-Kawasaki-Geschäftsführer Freddy Oswald.
Wenn sich die Alpen aus dem Fenster des Flugzeugs verabschieden, kommt beim Tester Freude auf.




