MV Agusta F4
Kunst auf Zwei rädern
Gerade jetzt, als Konzernmutter Harley-Davidson Verkaufsabsichten publik machte, richtet sich das Augenmerk auf die neu aufgelegte Ikone. Die Schönste war sie nach wie vor, doch technisch nicht mehr der Benchmark. Nun holt die neue F4 auf: Sie ist 4 cm schanker und länger sowie 10 kg leichter. Der tiefgreifend überarbeitete 998-ccm-Reihenvierer mit radialen Ventilen drückt nun 186 PS bei 12900/min und wird bei 13500/min abgeriegelt. Ein variabler Ansaugtrakt (49 mm, Mikuni) mit zwei Düsen pro Zylinder und ein Magneti Marelli ECU (3 Mappings) kommen zum Einsatz. Weitere Highlights: Traction Control mit acht Stufen, Bi-Xenon-Scheinwerfer und Rennsport-instrument. Die Designer Adrian Morton und Fabio Orlandi beschreiben die neue Ergonomie (mehr Platz) und die Aerodynamik mit Spoiler-Spiegeln, die den betuchten Piloten (ca. Fr. 27000.–) entlasten sollen. Doch die wichtigste Entscheidung war, Tamburinis Entwurf im Wesentlichen zu erhalten.

