E-Bikes
Stromschlag
Es ist noch keine anderthalb Jahre her, dass KTM ein E-Bike angekündigt hatte. Und schon haben die Österreicher zwei fast serienreife Prototypen in der Pipeline.
Wie man es von den Orangen gewohnt ist, sehr spektakulär und öffentlichkeitswirksam. Vertriebsvorstand Hubert Trunkenpolz reiste persönlich zur Tokyo Motor Show, um den staunenden Japanern zu zeigen, wie Zukunftsvisionen aus der Alpenrepublik aussehen.
KTM hatte aber auch dringenden Handlungsbedarf. Mit weltweit steigendem Umweltbewusstsein werden Offroad-Maschinen, das Haupt-Standbein der Mattighofener, immer mehr aus der Natur gedrängt. In urbanen Regionen sind sie schon länger verpönt. So hat sich KTM unter dem Konzept «Freeride» – was darauf abzielt, dass diese Maschinen nun ohne Einschränkung gefahren werden können – intensiv mit der Verwirklichung von eigenen Elektro-Motorrädern befasst. Was dabei herausgekommen ist, stellt die bisherigen Versuche von Kleinherstellern technisch, preislich und optisch weit in den Schatten. KTM hat eine leistungsstarke, schmutz- und wasserbeständige Batterie-Antriebseinheit patentieren lassen und benutzt hochwertige Motorrad-Komponenten. Der Offroader wiegt unter 100 kg und leistet 22 kW. Das ist der Leistungsbereich von Zweitakt-125ern. Der Preis soll unter 15 000 Franken liegen, das Bike soll bereits nächstes Jahr in Serie gehen. Die noch aufregendere Supermoto wird KTM später nachreichen.


